Programm-Details

Jazz Night

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© Max Saufler

Jazz Night – Harrycane Orchestra, Omer Klein Trio, China Moses

Harrycane Orchestra

Die Liebe zur orientalischen Melodieführung, die Faszination für arabische Rhythmik sowie die Leidenschaft für Improvisation bilden die Basis der Kompositionen, die Schlagzeuger/Komponist Harry Alt speziell für dieses Ensemble geschrieben hat. Das klingt oftmals fast volksliedhaft, im nächsten Moment eher weltmusikalisch nach Arabic-Jazz. Mal bestimmt der türkische Gesang von Tarkan Yesil, mal die pure Imrovisationsfreude aller beteiligten Musiker das Geschehen. Strenge Kompositionen stehen freier Gestaltung gegenüber,ergänzen sich oder lösen sich ineinander auf. Die verwendeten musikalischen Stilistiken verfolgen meist das Ziel einer hypnotisch-anmutenden Klangstruktur.

Im Jahr 2015 gründete Schlagwerker Harry Alt das „Harrycane Orchestra“ mit dem hoch gesteckten Ziel, orientalische Musik und Jazz durch eigene Kompositionen zu vereinen.
Es folgten tolle Konzerte u.a auf dem Festival der Kulturen Augsburg, der Jazzfreinacht 2017 und diverse Festivals 2018 ….

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© Peter Hînnemann

Omer Klein Trio

DER SPIEGEL kürte Omer Klein zum »internationalen Star«; doch was den in Düsseldorf lebenden Künstler wirklich auszeichnet, ist seine originelle, wagemutige, sehr freie und kreative Musik. Eine Musik, die ihre Wurzeln bis hin in den jüdisch religiösen Gebetssang (Piyut) sowie zum israelischen Volkslied streckt und die er in bestem Sinne »grenzenlos« erweitert und nuanciert für die unterschiedlichsten Einflüsse öffnet. Daraus entwickelt er konsequent seine Kompositionen zu einem Jazz-Stil, der auf den Klangwellen Israels, Tunesiens, Palästinas, Libyens, Italiens, Marokkos, Bulgariens oder der Türkei surft und vieler Kulturen mehr bis hin zum amerikanischen Kontinent.

Omer Klein wurde in Netanya an der israelischen Mittelmeerküste geboren. Schon in der Grundschule fing er an Klavier zu spielen, lernte an der Thelma Yellin Highschool Tel Aviv Jazzmusik und gab mit 16 erste Konzerte. Es folgten musikalische Lehrjahre in Boston als Schüler von Danilo Pérez am New England Conservatory und in New York (Unterricht bei Fred Hersch). Ziemlich fix erspielte er sich seinen Platz in der Jazz-Szene, tourte durch die Clubs, war Gast im »Blue Note« und bei »Jazz at Lincoln Center«.

Kleins Werk ist wie eine Mischung aus klassischem Klavierrepertoire (Mozart/Bach), jüdischem Volkslied oder der Musiksprache Kurt Weills. Es ist inspiriert von Ragtime, schwarzem Blues und vielen Spielarten des Jazz. Er interpretiert seine Musik mit zeitgenössischer Dynamik, virtuosem, raffiniertem Pianospiel (am Steinwayflügel) und dem punktuellen Einsatz analoger Synthesizer. Bislang hat Omer Klein als Komponist und Musiker sieben Alben veröffentlicht und sich hohes internationales Ansehen erspielt. Sein neues, achtes Album »Radio Mediteran«, das Ende März erscheint, wird er mit seinen beiden Musikerkollegen Haggai Cohen Milo (Kontrabass) und Amir Bresler (Schlagzeug) beim Hafensommer 2019 vorstellen.

Zu empfehlen ist das Konzert in jedem Fall, denn die famose Musik wird von einem mit dem ECHO Jazz-Award 2018 ausgezeichneten Trio gespielt, das eine hörbare Einheit bildet, alle musikalischen Partikel wechselseitig aufgreift und das Publikum seine tiefe Verbundenheit genauso wie seinen feinen Sinn für Nuancen auf wundervolle Weise spüren lässt.

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© Sylvain Norget

China Moses

China Moses ist eine fröhliche Frau. Sie liebt das Mäandern zwischen Jazz, Blues, Soul, Alternative R’n’B und HipHop und mag nichts mehr, als sich mit Themen zu beschäftigen, sie zu erkunden, zu erweitern. Als Tochter von Dee Dee Bridgewater bleibt sie der Familienlinie treu, denn auch ihre Großmutter und Uroma hatten als Sängerinnen Erfolg. Und mehr als andere fordert sie unkonventionell und bedingungslos Konventionen heraus und widersteht Grenzen und Zwängen. Begleitet von einem genreübergreifenden Ensemble von Musikern, ist sie auf dem Weg, den Archetyp »Jazz Vocal« für ein neues Zeitalter neu zu erfinden.

Auf ihrem aktuellen Album »Nightintales« singt die Pariserin aus Kalifornien besser denn je. Ihre elastische Stimme wechselt zwischen sengender Hitze und schwingendem Rhythmus. Auf dem Album findet sich kein glattpolierter, kühler Vocal-Jazz-Sound, sondern der Klang ist mal weich, mal funkig, mal mitreißend und immer vom Feinsten. Leidenschaftlich gleitet ihre Mezzostimme auf mondänen Balladen, setzt auf synkopierte Rhythmen, belebt den musikalischen Ablauf und schafft so die Spannung, mit der sie ihr Publikum verzaubert.

Alle Songs stammen aus der Feder von Moses selbst und ihrem Songwriting Partner Anthony Marshall und es sind überwiegend qualitativ sehr hochwertige Kompositionen geworden. Damit beweist Nightintales, dass China Moses mehr ist als eine Sängerin für Jazz- und Blues-Standards. Nämlich eine der seltenen Künstlerinnen, die zu feinsten Schwingungen fähig sind und denen das Gefühl für Tempo und Takt in die Wiege gelegt wurde. China transportiert Emotionen über ihre Lyrik und lässt sie tief in jede Note fließen.

Die Instrumentierung ist nahezu rein akkustisch; nur ganz selten wird die klassische Jazz-Besetzung (Klavier, Bass, Schlagzeug) mal durch Orgel oder Fender Rhodes ergänzt oder durch Streicher und Bläser aufgewertet. Dennoch ist es ein modernes Jazz Album geworden, das auch gut geeignet ist, R&B Fans den Weg zum Jazz zu erleichtern. Hören wir mit hinein in ein neues Universum.

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